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FGM-Studie
Dienstag, 7. Februar 2017

Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung

Ramboll Management Consulting präsentiert Studie im Rahmen der Fachkonferenz von TERRE DES FEMMES zum „Internationalen Tag der Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung“.
 
Jann Nestlinger und Sandy Jahn, Berater im Geschäftsbereich Politikberatung & Evaluation bei Ramboll Management Consulting, präsentierten am 6. Februar 2017 die Ergebnisse einer im Auftrag des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführten Studie zum Thema weibliche Genitalverstümmelung.

Knapp 50.000 Frauen, die von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen sind, leben in Deutschland. 1.500 bis 5.700 Mädchen sind davon bedroht, Opfer des qualvollen Eingriffs zu werden. Dies zeigt die vom BMFSFJ in Auftrag gegebene Studie, die Ramboll Management Consulting gemeinsam mit Integra, der Dachorganisation von Nichtregierungsorganisationen gegen weibliche Genitalverstümmelung, durchgeführt hat.

In der quantitativen Untersuchung nahmen Jann Nestlinger und Sandy Jahn dabei 31 Herkunftsländer in den Blick, in denen weibliche Genitalverstümmelungen bereits dokumentiert wurden. Für sechs dieser Länder konnten die Berater von Ramboll Management Consulting ermitteln, dass ein Zusammenhang zwischen der Migration nach Deutschland und dem Risiko Opfer weiblicher Genitalverstümmelung zu werden besteht. „Das Risiko für Töchter von Familien aus Herkunftsländer wie Senegal, Äthiopien oder Eritrea nimmt zwar ab, wenn sie mit ihren Familien in Deutschland leben. Allerdings ist dieser Faktor wesentlich geringer, als in anderen Studien angenommen wurde. Das Thema ist also auch für in Deutschland lebende Frauen hochaktuell“, erklärt Seniorberater Jann Nestlinger.

Mit der Studie leistet Ramboll Management Consulting einen Beitrag dazu, das Thema weibliche Genitalverstümmelung auch in Deutschland auf die politische Tagesordnung zu setzen. Mit den Ergebnissen bestärkt Ramboll Management Consulting das BMFSFJ darin, sich weiterhin für das Thema zu engagieren und als Leiterin der Arbeitsgruppe zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung Initiativen zu entwickeln. Die Studie unterstützt zudem die Europäische Kommission dabei, eine vergleichbare Datenbasis in den Mitgliedsstaaten zur Problematik der weiblichen Genitalverstümmelung zu schaffen.
 

Weitere Informationen

 
FGM-Studie
Empirische Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland
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Kontakt

Jann Nestlinger
Senior Consultant
Telefon+49 30 302020-215
E-Mailjann.nestlinger@ramboll.com
Sandy Jahn
Sandy Jahn
Junior Consultant
Telefon+49 30 302020-222
E-Mailsandy.jahn@ramboll.com