Wachstumsstrategien ostdeutscher Unternehmen

23. Februar 2018
Mehr als 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung konnte Ostdeutschland in Sachen wirtschaftlicher Entwicklung noch immer nicht zum westdeutschen Niveau anschließen. Luise Brenning und Dr. Thorsten Lübbers, Rambolls Experten im Bereich Regional- und Wirtschaftsentwicklung, erklären im Interview die Herausforderungen ostdeutscher Unternehmen und wie die Politik beitragen kann, diese zu überwinden.
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Luise Brenning

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Dr. Thorsten Lübbers

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Woran liegt es, dass Unternehmen in Ostdeutschland in Sachen wirtschaftlicher Entwicklung gegenüber Unternehmen in Westdeutschland zurückbleiben?

Dr. Thorsten Lübbers: „Dafür gibt es verschiedene, schon vielfach beleuchtete Gründe. Maßgeblich ist zum einen, dass es in den ostdeutschen Ländern kaum große Unternehmen gibt, die das Wachstum vorantreiben. Zum anderen fehlen vielerorts bereits heute qualifizierte Fachkräfte oder Unternehmen befürchten, dass sie der Fachkräftemangel in den nächsten Jahren treffen wird.“

Luise Brenning:
„Bei vielen Unternehmen mangelt es aber auch an einer geeigneten Wachstumsstrategie. Sie setzen eher darauf, das bereits Erreichte zu bewahren, als mit Innovationen und der Entwicklung neuer Produkte die Weichen für zukünftiges Wachstum zu stellen.“

Mit welchen Strategien kann es Unternehmen im Osten Deutschlands gelingen, diese Herausforderrungen zu überwinden?

Luise Brenning: „Für wirtschaftliches Wachstum gibt es kein Patentrezept. Die Ergebnisse unserer Studie „Unternehmerische Wachstumsstrategien in den ostdeutschen Bundesländern“, die wir für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erstellt haben, zeigen jedoch: Wer in die Entwicklung innovativer Produkte investiert, hat auch in Ostdeutschland langfristig bessere Aussichten auf Erfolg.Unternehmen, die ihre Geschäftsaktivitäten international ausrichten und einen starken Fokus auf Markt und Kunden legen, scheinen ebenfalls besser dazustehen. Wichtig ist aber vor allem, dass die Unternehmen auf Grundlage einer dezidierten, auf ihren jeweiligen spezifischen Kontext zugeschnittenen Wachstumsstrategie handeln und diese in regelmäßigen zeitlichen Abständen hinterfragen und im Bedarfsfall aktualisieren.“

Dr. Thorsten Lübbers:
„Wir sehen auch, dass es durchaus Erfolgsgeschichten gibt. Unabhängig von der Branche gibt es viele Unternehmen denen schnelles Wachstum gelingt. Insbesondere kleine Unternehmen und solche, die schon länger am Markt tätig sind haben Erfolg – und schaffen so in erheblichem Maße neue Arbeitsplätze.“

Was kann die Politik tun, um ostdeutsche Unternehmen zu unterstützen?

Dr. Thorsten Lübbers: „Unternehmen fehlt es häufig an notwendigen Know-how, um eine Strategie für auf Wachstum ausgerichtetes unternehmerisches Handeln entwickeln zu können. Auch in den Bereichen Marketing und Vertrieb, insbesondere in Bezug auf internationales Wachstum, besteht noch Nachholbedarf. Politische Initiativen sollten also bei der zielgerichteten Beratung dieser Unternehmen ansetzen.  
Bei der Finanzierung ist es vor allem entscheidend, Zugänge zu Investoren zu schaffen. Dies kann durch die Initiierung von Netzwerktreffen effektiver gelingen, als durch zusätzliche Förderprogramme.“

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