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New York

Urbane Strategien zum Klimawandel

US-Städte lassen sich zunehmend von einer integrierten Sichtweise auf die Stadtplanung inspirieren. Kopenhagen dient dabei oftmals als Vorbild.
 

Seit einigen Jahren ist in nordamerikanischen Städten von einer „Kopenhagenisierung” die Rede. In führenden Magazinen, wie zum Beispiel dem Wired Magazine, erschienen bereits Artikel darüber, wie die dänische Hauptstadt andere Städte, wie New York, Montreal und Detroit, zu Fahrradspuren und anderen zweiradfreundlichen Initiativen inspiriert.

Jetzt ist von Experten und Wissenschaftlern zu hören, dass US-Städte auch an einer umfassenden stadtplanerischen Unterstützung interessiert sind. „Wir müssen langfristige Lösungen für unsere Städte entwickeln”, so Malik Benjamin, Architekturprofessor an der Florida International University. „Wenn wir intelligente Anpassungen vornehmen und Mehrwert schaffen wollen, und zwar nicht in Form von Dollars und Zahlenkolonnen, sondern in Form von mehr Lebensqualität für die Bürger, müssen wir in eine offenere, transdisziplinäre Diskussion einsteigen. Ganzheitlichkeit und Beteiligung der Öffentlichkeit sind hier die Schlagwörter.”

Erst vor kurzem hat Malik Benjamin Kopenhagen besucht – und gehört damit zu der stetig wachsenden Zahl amerikanischer Gäste, die auf der Suche nach neuen Ideen in die dänische Hauptstadt kommen. „Ich bin sehr inspiriert von dem ganzheitlichen Ansatz des Städtebaus, den ich hier in Kopenhagen sehe”, sagte auch der Bürgermeister von West Palm Beach, Florida, Jeri Muoio, auf derselben Reise.

Die richtige Kombination von Fähigkeiten

Dieser Transfer ganzheitlicher Planungsideen über den Atlantik hinweg ist nicht neu. Seit Jahrzehnten schon ist der dänische Architekt Jan Gehl eine zentrale Figur der Bewegung, der es darum geht, auf der ganzen Welt lebendige, am Menschen orientierte Städte zu schaffen. Diese Kooperationen wachsen stetig weiter. Ramboll, beispielsweise, exportiert in einer Partnerschaft mit der Stadt Kopenhagen dänische Lösungen und konnte so bereits Vereinbarungen mit US-amerikanischen Städten, wie New York and Washington, DC, eingehen. 

„In New York war es die Kombination aus Rambolls technischer Hydraulikexpertise und ganzheitlichen Kosten-Nutzen-Kalkulationen, die uns dazu veranlasst hat, Ramboll mit der Durchführung einer Studie zur Planung des Starkregenschutzes zu betrauten“, so Alan Cohn, Verantwortlicher für das Klimaprogramm bei der New Yorker Umweltschutzbehörde (New York City Department of Environmental Protection, NYCDEP).

 
„Ramboll verfügt nicht nur über die nötigen Wasserbautechniken, sondern kann diese und sämtliche anderen Aspekte in der Gesamtrechnung berücksichtigen – und vereinfachen. Kostenwirksamkeit bedeutet nicht nur Einsparungen in Form von vermiedenen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur, sondern steigert auch die Gesundheit und Lebensqualität der Bewohner durch neue Grünflächen”, ergänzt Alan Cohn.

Stakeholder einbinden

Die Studie, die Ramboll für die New Yorker Umweltschutzbehörde erstellte, gibt darüber Aufschluss, wie Klimaresilienzprojekte und herkömmliche Regenwasserauffanglösungen gefördert werden können. Ziel is es, Überschwemmungen zu vermeiden und auf künftig steigende Niederschlagsmengen gut vorbereitet zu sein. Die Maßnahmen sollen dabei in die laufenden städteplanerischen Entwicklungen eingebettet werden.
An die Erkenntnisse der Studie anknüpfend beauftragte die Behörde Ramboll nun damit, in einem nächsten Schritt eine Reihe von Pilotprojekten in Southeast Queens zu entwickeln.

„Wie schon im ersten Projekt mit der NYCDEP, werden integrierte Planung und die Einbindung von Stakeholdern während des gesamten Prozesses den Schwerpunkt bilden”, erläutert Trine Stausgaard Munk, Projektleiterin bei Ramboll Water und Leiterin aller Projekte, die im Zusammenhang mit der New-York-Studie stehen.

Unternehmenseigene Landschaftsarchitekten

In einem ähnlichen Projekt in Washington, DC, wird Ramboll die Energie- und Umweltbehörde (Department of Energy and Environment) darin unterstützen, die Auswirkungen einer Überschwemmung durch den Potomac River abzuschätzen. Ramboll nimmt dabei den Anstieg des Meeresspiegels, vermehrte Sturmfluten und extreme Regenfallmengen in den Blick.

Wie auch in New York erwies sich hier als weiterer entscheidender Faktor, dass Ramboll über eigene Experten für Landschaftsarchitektur verfügt und wir auch einschätzen können, wie sich stadtplanerische Maßnahmen auf die Einwohner auswirken. In unserem „Liveable Cities Lab“ in Boston haben wir unser ganzes Know-How zu diesem Thema gebündelt.

Ähnliche Projekte führen wir darüber hinaus auch in Chicago und an der US-Westküste durch. In San Francisco werden zukünftig stärkere Regenfälle und höhere Wasserstände erwartet. Die kalifornische Metropole hat bei Ramboll bereits umfassende Planungsservices angefragt.

 

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Trine Stausgaard Munk
Trine Stausgaard Munk
Project Manager
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E-Mailtrsv@ramboll.dk