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Starker Aufwind für erneuerbare Energien

Sogar Länder, die über umfangreiche Ressourcen fossiler Brennstoffe verfügen, wenden sich der günstigeren Windenergie zu. China und Norwegen sind zwei der bemerkenswertesten Beispiele dafür.
 

Die erneuerbaren Energien befinden sich in einem beispiellosen Aufwind. Die Financial Times beschrieb die Entwicklung der Branche in einer Analyse von Anfang 2017: „Nach vielen Jahren des Hypes und der Fehlstarts beschleunigt sich der Umstieg auf saubere Energie nun in einem Tempo, das sogar die erfahrensten Experten überrascht.”

Innovation aus dem privaten Sektor und die politischen Anstrengungen, Klimawandel und Smog einzudämmen, haben die Kosten gesenkt und den technischen Fortschritt begünstigt – das hat die Entwicklung beschleunigt. Am stärksten betroffen sind Wind- und Solarenergieanlagen, die nun in einem bisher nicht gekannten Tempo errichtet werden. Dieser Aufwind der erneuerbaren Energien zeigt sich auch in Ländern, die zuvor stark auf fossile Brennstoffe gesetzt haben. 

Offshore-Export nach China

Weltweit an der Spitze dieses Trends steht der international größte Umweltverschmutzer, China. Dort wächst der Windenergiemarkt nun rasant. Dem Global Wind Energy Council zufolge betrug der Anteil Chinas an den neu installierten Onshore-Windenergieanlagen im letzten Jahr 43%. Ein ebenso expansives Wachstum erfolgt auch Offshore.

China plant, 10 Gigawatt Offshore-Windenergieanlagen vor Ende 2020 zu installieren. 2016 erhielt Ramboll als erste nicht chinesischen Beratung den Auftrag zur Planung eines Großteils einer Windkraftanlage: die Offshore-Windenergieanlage SPIC Binhai North Phase 2 in der Provinz Jiangsu, die 100 Turbinen umfasst.In diesem Jahr wird die Kooperation mit den Gründungen für die Offshore-Windenergieanlage SPIC Binhai South H3 im Gelben Meer im Norden Shanghais fortgesetzt.

Der Erfolg ist auf Rambolls Marktanteil von 65% an allen weltweit installierten Offshore-Windgründungen zurückzuführen. Insbesondere das sogenannte Becherfundament (suction bucket foundation) verfügt über eine Tragkraft, die den Anlagen auch auf nachgiebigem Meeresboden Halt gibt. Diese Technik ist insbesondere ausschlaggebend für Binhai North, die 22 km seeeinwärts in einem erdbebengefährdeten Gebiet mit sehr weichen Böden errichtet wird. Durch die im Ansaugverfahren im Boden verankerten Becherfundamente können die Anlagen externen Lasten, wie starken Strömungen, Kollisionen und rauem Wetter standhalten.

Größter Onshore-Windpark Europas

Norwegen ist ein weiteres Land mit Zugang zu fossilen Brennstoffen im Überfluss. Doch auch hier macht sich der frische Wind bemerkbar. Auf der Halbinsel Fosen, rund 50 km nördlich von Trondheim, befindet sich Fosen Vind, das größte Onshore-Windprojekt in Europa. Energie wird hier zu ausgesprochen wettbewerbsfähigen Kosten erzeugt.

Einschließlich der Anbindung an das zentrale Stromnetz beträgt die Gesamtinvestition rund 20 Mrd. NOK und ist damit eine der größten jemals in landbasierten Sektoren in Norwegen getätigten Investitionen. Nach ihrer Fertigstellung werden die Windenergieanlagen des Projekts Fosen Vind genug Energie erzeugen, um 170.000 Haushalte zu versorgen. Rambolls Verantwortungsbereich umfasst hunderte Kilometer Stromkabel, 62 Kilometer Straßen, Geotechnik und Fragen der Landschaftsgestaltung sowie des Umweltschutzes auf einem ausgesprochen komplexen Gelände.

„Die Turbinen müssen über komplizierte Zugangsstraßen die Berge hinauf transportiert werden. Außerdem sorgen raue klimatische Bedingungen das ganze Jahr hindurch für zusätzliche Herausforderungen”, so Per Halvor Bekkelund, leitender Berater bei Ramboll.

Seit August 2016 gehören die deutschen Beratungsunternehmen für Onshore-Windenergie CUBE-Engineering und BBB Umwelttechnik zu Ramboll. Zusammen sind wir nun eine der weltweit größten Beratungen im Bereich Windenergie.

Kontakt

Dr.-Ing. Tim Fischer
Dr.-Ing. Tim Fischer
Vice Director Wind & Towers
Telefon+49 40 302020-132
E-Mailtim.fischer@ramboll.com
Joachim Binotsch
Joachim Binotsch
Business Development Onshore Wind
Telefon+49 209 16725-70
E-Mailjoachim.binotsch@ramboll.com