dcsimg Neue Richtlinien für den Umgang mit Abfällen von Flammschutzmitteln - Ramboll
    
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Donnerstag, 5. Oktober 2017

Neue Richtlinien für den Umgang mit Abfällen von Flammschutzmitteln

Das bromierte Flammschutzmittel Decabromodiphenylether (DecaBDE) wird vielfältig eingesetzt. Ramboll wurde nun damit beauftragt, Richtlinien für den Umgang mit den Abfällen dieser Stoffe zu aktualisieren.

 

Kunststoffe, die DecaBDE enthalten, kommen in elektrischen und elektronischen Geräten, Drähten und Kabeln, Rohren und Teppichen zur Anwendung. In Textilien wird DecaBDE hauptsächlich in Polstern, Jalousien, Rollos, Vorhängen und Matratzen für öffentliche Gebäude und Wohnhäuser verwendet und auch im Transportsektor eingesetzt. Vor kurzem wurde es auf die Liste der langlebigen organischen Schadstoffe (persistent organic pollutants, POPs) gemäß dem Stockholmer Übereinkommen gesetzt. POPs legen über die Atmosphäre und/oder die Ozeane weite Strecken zurück, ohne abgebaut zu werden. Sie bergen deshalb das Potenzial, der Gesundheit von Mensch und Umwelt zu schaden.

Rambolls Health-Science-Experten wurden von der Norwegischen Umweltbehörde damit beauftragt, die technischen Richtlinien für einen umweltverträglichen Umgang mit Abfällen, die aus POP-BDE bestehen oder mit diesen verunreinigt sind, zu überarbeiten. Informationen über die hinzugekommenen DecaBDE sollen ergänzt werden. Die Leitlinie muss entsprechend zwei bestehenden multilateralen Übereinkommen zum Umgang mit Chemikalien und Abfällen formuliert werden: das Stockholmer Übereinkommen über POP und die Basler Konvention über die Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs mit Sonderabfällen und ihrer Beseitigung.

Der Inhalt der überarbeiteten Richtlinie berücksichtigt Impulse von Mitgliedern eines Untergremiums der Konferenz der Vertragsparteien zur Basler Konvention, die über Expertenwissen zu Abfällen und langlebigen organischen Schadstoffen verfügen. Der Entwurf der überarbeiteten technischen Richtlinien wird der offenen Arbeitsgruppe der Basler Konvention zur Beurteilung vorgelegt.

Health-Science-Experte Joachim Schmidtke erklärt dazu: „Wir freuen uns, die Norwegische Umweltbehörde darin unterstützen zu können, diese dringend erforderlichen Änderungen an den Richtlinien der Basler Konvention vorzunehmen. Im Einklang mit der Stockholmer und der Basler Konvention gewährleistet die Richtlinie einen umweltverträglichen Umgang mit POP-BDE-haltigen Abfällen. So helfen wir dabei die Umwelt weltweit zu schützen.”

Für das Projekt wurde eine Laufzeit bis April 2018 angesetzt.

Kontakt

Alexander Potrykus
Alexander Potrykus
Senior Managing Consultant
Telefon+49 89 978970126
E-MailAPOT@ramboll.com