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Dienstag, 14. November 2017

Klimaprojekte brauchen sektorübergreifenden Ansatz

Wir müssen uns von der Silo-Mentalität verabschieden und stattdessen ganzheitliche Masterpläne für Fernwärme und integrierte Energiesysteme umsetzten, fordert Rambolls CEO beim World Climate Summit.
 

“Es gibt viele Lösungen, die zu einer CO2-armen Energiewende beitragen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die besten Ergebnisse durch einen disziplinübergreifenden Ansatz erreicht werden.“ Das war eine dervKernaussage von Jens-Peter Saul, CEO der Ramboll-Gruppe, bei der heutigen Veranstaltung des World Climate Summit, das im Rahmen der UN Klimakonferenz COP23 stattfindet.

“Wir müssen uns von der Silo-Mentalität verabschieden und stattdessen ganzheitliche Masterpläne umsetzen. Verbindungen zwischen den technischen Lösungen, den Verwaltungsstrukturen und den sozialen und kulturellen Gegebenheiten müssen hergestellt werden. Nur so können wir nachhaltige und lebenswerte Städte schaffen“, sagte Jens-Peter Saul.

Bereits seit mehreren Jahren arbeitet Ramboll mit der Stadt Kopenhagen an disziplinübergreifenden Lösungen. Diese umfassen nicht nur hydraulische Fachkompetenz, sondern sind auch an das soziale, ökologische und ökonomische Umfeld angepasst. Dieser weitgefasste Nachhaltigkeits-Ansatz war ausschlaggebend dafür, dass auch die Stadt New York Ramboll als Berater für ein ähnliches Klimaprojekt im Stadtteil Queens beauftragt hat.

Jens-Peter Saul nahm an der Eröffnungsveranstaltung “Building a New Coalition - The Role of Alliances and Bottom-Up Actions in the New Era of Climate Leadership” teil – unter anderem gemeinsam mit Prinzessin Abze Djigma aus Burkina Faso und Thorsten Herdan vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Ein flexibles Stromnetz

Rambolls CEO ist auch einer der Hauptredner beim gemeinsamen Roundtable der dänischen Unternehmen Danfoss und Kamstrup zum Thema „Wie können Digitalisierung und Niedrigtemperatur-Fernwärme zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen“.

Bei diesem Roundtable verwies Jens-Peter Saul auf die Erfolgsgeschichte Dänemarks bei der Reduktion des CO2-Ausstoßes: Das Land hat einen ökologischen Wandel bei anhaltendem ökonomischen Wachstum geschafft. Einen entscheidenden Anteil an diesem Erfolg hatte unter anderem auch der zunehmende Einsatz von hoch-effizienter Fernwärme.

Das Fernwärme-System des Großraums Kopenhagens versorgt inzwischen eine Fläche von 70 Millionen Quadratmetern mit mehr als einer Millionen Menschen. Ziel ist die CO2-Neutralität bis 2025. Die 4. Generation der Fernwärme-Systeme, ist voll integriert in Fernkälte- und Stromsysteme sowie in die Kapazitäten von Wärmespeicher.

„Das Stromnetz der Zukunft ist sehr flexibel. Es absorbiert, überträgt und verteilt Wärme und Strom aus verschiedenen Quellen auf höchst effiziente Art. Nachfrage, Speicherkapazitäten, Marktpreise, Wetter, Jahres-und Tageszeit werden dabei berücksichtigt“, sagte Jens-Peter Saul.

Digitalisierung erhöht Effizienz

Er betonte dabei zwei innovative Elemente dieses Models:

Große Wärmespeicher und zahlreiche Wärmepumpen helfen dabei, die Produktion – insbesondere die der schwankenden erneuerbaren Energiequellen – zu optimieren. Dank der Digitalisierung werden zukünftige Systeme „Energie-Zellen“ bilden, die sich miteinander vernetzen und wie ein „Internet der Energie“ funktionieren. So kann eine sichere und verlässliche Energieversorgung sichergestellt werden.

“Während das Abkommen von Paris und lokale Klimaziele die Energieplanung unter Druck setzen, werden auch umfassende Lösungen für das Thema entwickelt. Solche Ansätze sind notwendig für Länder, Regionen und Städte, die sich mit der großen Frage beschäftigen: Wie können wir uns kosteneffizient zu einer CO2-armen Gesellschaft wandeln und dabei eine stabile Energieversorgung gewährleisten?“, erklärte Jens-Peter Saul.

Erst kürzlich wurde Jens-Peter Saul von der Association for Consultancy and Engineering (ACE), dem führenden Unternehmensverband der Ingenieurbranche, mit dem Award „CEO oft he Year“ ausgezeichnet.

Kontakt

Jens Ole Hansen
Jens Ole Hansen
Global Market Director
Telefon+45 5161 8591
E-Mailjeoh@ramboll.com