Neue Mobilität für smarte Städte

22. Januar 2018
Mit steigenden Einwohnerzahlen nimmt auch der Verkehr in den Städten zu. Damit diese Entwicklung nicht mit zusätzlicher Luftverschmutzung und erhöhten CO2-Emissionen einhergeht, müssen Konzepte für den öffentlichen Nahverkehr ganzheitlich und integriert sein.
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Nils Jänig

Nils Jänig

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Thomas Lau

Thomas Lau

Senior Director, Management Consulting
Telefon: +49 40 350814-217

Mobilität ist das Herz unserer Städte: Menschen gehen zu Fuß oder fahren mit dem Rad. Autos, Lkws und Busse rollen auf den Straßen und Züge versuchen, ihre Fahrpläne einzuhalten. Dass die Fortbewegung manchmal alles andere als glatt läuft, wissen wir alle nur zu gut.

Für viele Stadtbewohner gehören Staus und ein stark ausgelasteter öffentlicher Nahverkehr zum Alltag dazu. Das ist nicht nur lästig, sondern wirkt sich auch negativ auf Gesundheit, Wohlergehen, Produktivität und Klima aus. Unter anderem die Vereinten Nationen prognostizieren, dass die Situation noch schlimmer wird. Städte weltweit stehen vor drängenden Herausforderungen, um eines der grundlegendsten Elemente des urbanen Lebens zu gewährleisten: die Fortbewegung.

Unter der Situation leiden Unternehmen, Einwohner und Städte. Denn die volkswirtschaftlichen Kosten belaufen sich auf 2 - 4% des BIP einer Stadt – in Form von Zeitverlusten, Kraftstoffverschwendung und höheren Geschäftskosten.

Städte lebenswerter machen

Für William Powrie, Professor für Geotechnik an der Universität Southampton, ist ein nachhaltiges Verkehrswesen der Schlüssel zu einer verbesserten Mobilität. „Das Wichtigste ist, den von städtischen Transportmitteln verursachten Kohlenstoffausstoß, die Verschmutzung und die Staus zu reduzieren”, so Powrie. „Wir sollten Fußgängern und Radfahrern mehr Raum in der Stadt geben. Denn beide Fortbewegungsarten haben einen enormen gesundheitlichen Nutzen und verschmutzen die Umwelt nicht.”

Powrie ist überzeugt, dass eine bessere und langfristige Planung den Beförderungsbedarf verringern würde – insbesondere bei den Verkehrsformen, bei denen das Reduzieren des Kohlenstoffausstoßes schwierig ist. Einen wichtigen Anteil daran hat intelligente Mobilität. Hier sorgen Technologie und ein ganzheitlicher Ansatz dafür, dass die Verkehrsflüsse in Städten reibungsloser laufen und so Klimafolgen und Luftverschmutzung reduziert werden.

„Wir sollten nicht den Fehler machen, Privat-Pkws einfach durch fahrerlose Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb zu ersetzen. Stattdessen müssen wir die Anzahl der Fahrzeuge und unsere Abhängigkeit von ihnen reduzieren”, sagt er. „Nur so können wir mehr Platz für die Menschen schaffen und den Aufenthalt in unseren Städten angenehmer gestalten: die Luft wäre sauberer, der CO2-Ausstoß würde sinken und die Lärmbelastung abnehmen.”

Mobilitätskonzepte verbinden Technologie und ganzheitlichen Ansatz

Städte und ihre Infrastruktur sind zunehmend vernetzt. Damit steigen die Möglichkeiten, Verkehrssysteme angebots- und bedarfsgerechter zu gestalten. Intelligente Verkehrssysteme verbinden die Daten so genannter Sensing-Technologien, wie etwa Kameras, Radare und Verkehrszähler, mit Daten aus dem Internet und von Smartphones.

Bei Rambolls Ansatz für lebenswerte und nachhaltige Städte steht dieses Konzept intelligenter Mobilität im Fokus. Das Konzept betrachtet den Transport ganzheitlich – von einer verbesserten Nutzung des öffentlichen Raums bis hin zu einer nachhaltigeren Infrastruktur, die Fahrradwege, intelligente Parksysteme, Carsharing und bessere Verkehrsinformationen vorsieht. Nils Jänig, Director bei Ramboll Transport betont jedoch, dass es bei intelligenter Mobilität nicht allein um Technologie gehe.

„Technologie bildet natürlich den Kern des Ansatzes. Aber Mobilität in Städten wird nicht durch die Technologie allein intelligent”, fährt er fort. „Es gibt viele Möglichkeiten, um Mobilität zu verbessern und nachhaltiger zu machen: etwa eine effizientere Verkehrsführung, die bessere Nutzung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur oder die gemeinsame Nutzung von Transportmitteln.”

Mobility as a Service

Ein erfolgreiches Beispiel für die Umsetzung dieses Konzepts ist „Mobility as a Service“ (MaaS), bei dem vorhandene Verkehrsnetze optimiert werden. Die nutzerorientierte Plattform integriert sowohl öffentliche als auch private Transportmittel.

„Der Dienst beruht darauf, dass die Verbraucher genau die Mobilitätsservices kaufen, die sie gerade brauchen”, so Thomas Lau, Smart Mobility-Experte bei Ramboll. „Per App können die Nutzer Transport- und Zahlungsmethoden problemlos miteinander kombinieren. Es ist eine einfache, aber effektive Idee bei der mit Hilfe der Technik bestehende Verkehrsmittel und Infrastruktur verbunden werden. MaaS erleichtert den Städten und vor allem den Einwohnern die Umstellung.”

In Dänemark und Finnland hat Ramboll bereits erfolgreich an der Umsetzung von MaaS-Projekten mitgewirkt. „Auch in vielen deutschen Städten und Regionen besteht der Bedarf die Mobilität zu verbessern und Verkehrsmittel sinnvoll miteinander zu verknüpfen“ erklärt Thomas Lau. „Best Practice Beispiele aus den nordischen Ländern können hier als Vorbilder dienen.“

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