Klimaschutzmaßnahmen für Großstädte

14. Februar 2018
Im Rahmen des World Urban Forum in Kuala Lumpur stellten Ramboll und das Städtenetzwerk C40 Cities einen Bericht vor, der politische Entscheidungsträger dabei unterstützt, Maßnahmen für den Klimaschutz zu finanzieren.

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Der Weltbank zufolge konnte bislang nur ein geringer Anteil der finanziellen Mittel bereitgestellt werden, die benötigt werden, um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Zudem stehen Städte weltweit vor zahlreichen Herausforderungen – das Maßnahmen für den Klimaschutz durchzusetzen fällt daher oft schwer.

Angesichts dieser Situation haben das Netzwerk C40 Cities und Ramboll kürzlich den Bericht „Urban Climate Action Impacts Framework“ vorgelegt. Der Bericht wurde auf dem World Urban Forum vorgestellt, das vom 7. bis 13. Februar in Kuala Lumpur stattfand.

Der Bericht spiegelt Rambolls Anspruch wieder, evidenzbasiert Wirkungen zu erzielen und unsere Arbeit weitgehend an den nachhaltigen Entwicklungszielen der UN (UN Sustainable Development Goals - SDG)  auszurichten. „Wir bei Ramboll hoffen aufrichtig, dass dieser Bericht ein wertvolles Instrument für die Bürgermeister sein wird, die die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen beschleunigen wollen – und zwar auf Basis eines soliden Business Case“, so Henrik Stener Pedersen, Director für Infrastructure & Society im Geschäftsfeld Management Consulting.

Tom Bailey, einer der Autoren und Head of Research bei C40 Cities, erklärte in Kuala Lumpur: „Wir freuen uns sehr, diesen Bericht als den ersten seiner Art vorzustellen. Es gibt zwar bereits eine Menge Methoden für diesen Bereich, durch die von uns durchgeführten Studien und Workshops wissen wir jedoch, dass unseren Städten eine verlässliche Datenbasis fehlt, um ihre Klimaschutzmaßnahmen voranzutreiben. Und die Daten, die es gibt, sind nicht so aufbereitet, wie es für die Bürgermeister und politischen Entscheidungsträger nötig wäre. Das wollen wir mit unserem neuen Bericht ändern. Denn die Daten sind von entscheidender Bedeutung, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen.“

Urban Climate Action Impacts Framework 

Der Hauptbestandteil des Berichts ist das so genannte „Urban Climate Action Impacts Framework“. Dieses Modell eignet sich, um die umfassende Wirkung von städtischen Klimaschutzmaßnahmen zu untersuchen und beruht auf Untersuchungen von C40 Cities und der London School of Economics. Der Bericht ist eine Art Nutzerhandbuch, mit allgemeinen Grundsätzen, einer Taxonomie und Richtlinien, die dabei helfen die Wirkungen abzubilden und zu beurteilen. So erhalten die Stakeholder in Ballungsräumen die nötige Grundlage, um Klimaschutzmaßnahmen durchsetzen zu können.

Daten liefern Argumente für Klimaschutzmaßnahmen

Die Datenlage hinsichtlich der Auswirkungen des Klimawandels auf Gesundheit und Wohlstand in den Städten ist bislang recht dünn, zudem ist die Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen häufig gering. Dies gilt es zu beheben. Doch die komplexe Gemengelage aus unterschiedlichen Herausforderungen und Zielsetzungen der Städte erschwert ein entschlossenes Vorgehen. Die verschiedenen Maßnahmen müssen miteinander abgeglichen und priorisiert werden.

Karin Attström, Ko-Autorin und Ramboll-Expertin für Studien im Bereich Social & Economic Impacts, nennt zwei Hauptprobleme: Selbst dort, wo Klimaschutzmaßnahmen bereits eine hohe Priorität haben, verfügten die Städte, ihre Bürgermeister und Verwaltungen oft nicht über das für ihre Region spezifische Handwerkszeug. Insbesondere fehlen die Daten, um erstens nutzenmaximierende und gerechte Maßnahmenpläne zu entwickeln und zweitens alle Stakeholder vom Nutzen der Maßnahmen zu überzeugen.

Beispielsweise könnte eine Stadt als effektive Klimaschutzmaßnahme erwägen, eine City-Maut einzuführen. Eine solche Maßnahme verspricht vielfachen Nutzen, wie die Steigerung der Produktivität durch einen reibungsloseren Verkehrsfluss oder die Verbesserung der Gesundheit der Einwohner dank höherer Luftqualität. Ohne Belege für die voraussichtliche Wirkung auf ihre Stadt aber können die Städte keine verbindliche Argumentation erstellen. Das könne dazu führen, dass die Maßnahmen abgelehnt werden, erklärt Attström.

Nachhaltigkeit fördert wirtschaftliche Entwicklung

Während einige Zielsetzungen und Herausforderungen der Städte auf den ersten Blick gegenläufig erscheinen, sind die meisten eigentlich miteinander verwoben und verstärken sich gegenseitig. Tom Bailey drückt es so aus: „Eine Stadt kann nicht zunächst die Armut vollständig beseitigen, bevor sie an Maßnahmen zum Klimaschutz denkt. Zunehmend deuten die Daten darauf hin, dass Nachhaltigkeit der wirtschaftlich vielversprechendste Ansatz an die Stadtentwicklung ist. Das zeigte beispielsweise der Bericht „Seizing the Global Opportunity“, der darlegt, dass es Städten, die in eine kohlenstoffarme Entwicklung investieren, schneller gelingt, den Lebensstandard anzuheben und die wirtschaftliche Entwicklung anzukurbeln als denjenigen Städten, die beim alten Modell auf Basis fossiler Brennstoffe bleiben.

Finanzielle Unterstützung ist notwendig

Die Finanzierung der Maßnahmen spielt daher eine wichtige Rolle. In ihrer Eröffnungsansprache auf dem World Urban Forum, sagte Maimunah Mohd Sharif, Under-Secretary-General und Executive Director des Habitat-Programms der UN: „Die Finanzierung integrierter und ganzheitlicher Entwicklungspläne auf nationaler und zentraler Ebene ist sehr wichtig, um die New Urban Agenda und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung bewusst umzusetzen – und zwar nach guter Governance und ergebnisbasiert. In Zusammenarbeit mit der Weltbank und anderen UN-Agenturen setzen wir uns dafür ein, die Bereitstellung von mehr Finanzmitteln für die Urbanisierung in Ländern und Städten zu ermöglichen.“

Das sind gute Nachrichten für die Städte und ihre Entscheidungsträger. Wir hoffen, mit unserem Bericht ebenfalls dazu beitragen zu können, dass Ideen zum Klimaschutz in konkrete Maßnahmen umgewandelt werden können. Als zusätzliche Hilfe entwickeln Ramboll und C40 Cities derzeit ein Online-Tool.

Über den Bericht

Der Bericht wurde von einem Team aus Experten des Städtenetzwerks C40 Cities und Ramboll erstellt. Experten aus weiteren zwölf Organisationen und 15 großen Städten haben zu dem Projekt mit Anregungen und Feedback zu den verschiedenen Projektstufen beigetragen.

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