Detaillierte Energieplanung spart Geld und CO2

30. Januar 2018
Eine wachsende Zahl US-amerikanischer Städte strebt eine Verbesserung ihrer CO2-Bilanz an. Fernwärme ist ein kosteneffizienter Weg, um dieses Ziel zu erreichen.
Bosten

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Tammo Wenterodt

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Organisationen und Netzwerke für Klimaschutz, wie die Carbon Neutral Cities Alliance (CNCA), Compact of Mayors und C40, gewinnen immer neue Mitglieder und Partner, auch in den USA. Cambridge (Massachusetts) ist hier sehr aktiv und möchte den Kohlenstoffausstoß in der Energieversorgung deutlich reduzieren. Damit dieses Vorhaben gelingt, entwickelt Ramboll einen Masterplan.

Viele US-Städte befinden sich in einem Wettbewerb um die besten und fortschrittlichsten Studenten, Wissenschaftler und Unternehmen – grüne Energie in der Stadtplanung entwickelt sich dabei zunehmend zu einem wichtigen Faktor. Mit Harvard und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) befinden sich in Cambridge zwei der weltweit angesehensten Universitäten. Für beide hat die kohlenstoffarme Zukunft einen hohen Stellenwert.

„Der Bundesstaat Massachusetts verfolgt, wie auch viele nordamerikanische Städte und Colleges, ehrgeizige Ziele bezüglich der Senkung von Emissionen. Die Verantwortlichen für Nachhaltigkeit an den einzelnen Standorten stehen deshalb im Wettbewerb zueinander: Wer erreicht die Klimaneutralität zuerst?”, so Isidore McCormack, Projektleiter bei Ramboll Energie.

Erfahrung und technische Kompetenz überzeugten

In den USA habe es aufgrund der regulatorischen Rahmenbedingungen länger gedauert, bis man in Energieplanungsprojekte zur Senkung des Kohlenstoffausstoßes einstieg, weiß der Energieexperte. Fernwärme könne für die Umsetzung von Klimaneutralitätsstrategien jedoch eine wesentliche Rolle spielen.

„Für uns ist das eine Chance, weil Kopenhagen und andere Städte als konkrete Beispiele für unsere Kompetenz auf dem Gebiet der Energiemasterplanung dienen“, erklärt Isidore McCormack.

Der Energieplaner der Stadt Cambridge, Seth Federspiel, bestätigt diese Einschätzung: „Wir haben Ramboll mit der Durchführung der Studie zur klimafreundlichen Energieversorgung beauftragt, weil Ramboll über tiefgreifende technische Erfahrung im Bereich der Energiesystemplanung, insbesondere der Fernversorgung, verfügt. Die Expertinnen und Experten sind bereit, innovative Möglichkeiten zu entwickeln, um uns bei unserem Ziel eine klimaneutrale Stadt zu werden, zu unterstützen.“

Schwierige Rahmenbedingungen für Fernwärme

Fernwärme in den USA einzuführen, ist aus verschiedenen Gründen wesentlich komplizierter als in Europa. Besitz ist in den USA sehr viel häufiger Privateigentum und Vorschriften für Heißwasserleitungen für Fernenergie fehlen – das erschwert das Verlegen von Rohren unter Straßen. Die Strategie von Ramboll für den Export von Fernwärmeversorgung in die USA sieht daher hauptsächlich den Bau auf privatem Campusgelände und Universitätsgrundstücken vor. Diese sind wie in Europa in zentralem Besitz.

„Unserer Erfahrung nach ist es aber so, dass eine US-amerikanische Stadt, die wirklich Fernwärme möchte, diese auch auf ganzheitliche, kosteneffiziente Weise in die Stadt-, Klimaresilienz- und Energieplanung aufnehmen kann – zum Nutzen der Bewohner“, fügt Isidore McCormack hinzu.

Europäisches Fernwärmesystem spart Kosten und CO2

Bis zum Jahr 2050 möchte Cambridge vollkommen klimaneutral sein, bereits bis 2040 sollen Gebäude null Emissionen ausstoßen. Heute wird die Wärme- und Stromversorgung primär mit Hilfe von Öl und Gas bereitgestellt. Daher erkundet Ramboll die Möglichkeiten, wie ein Teil dieser Versorgung auf Basis fossiler Brennstoffe in eine Versorgung auf Basis von Solar- oder Windenergie von außerhalb der Stadt umgewandelt werden kann. Der Bundesstaat Massachusetts prüft deshalb das Potenzial von Offshore-Windparks, die für dünn besiedelte Gegenden eine gute Lösung darstellen könnten.

Aber auch ohne eine Änderung der Energiequelle werden durch die Umstellung auf Fernwärme CO2 und Kosten eingespart. Fernwärme auf Heißwasserbasis nach europäischem Vorbild kann im Vergleich zu US-amerikanischen Fernwärmesystemen, die auf Dampf basieren und eher ineffizient sind, bis zu 30% der Betriebskosten einsparen.

Mit der richtigen Planung ist das auf Heißwasser basierende System flexibel, sodass die Energiequelle zu einem späteren Zeitpunkt geändert werden kann.

Die nachhaltigste Lösung

Bislang hat Rambolls Subunternehmen vor Ort, Vanderweil Engineers, die Daten zur gegenwärtigen Energienutzung in Cambridge gesammelt. In der nächsten Projektentwicklungsphase geht es nun darum, mögliche Szenarien für die Stadt zu identifizieren, die unter ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten energieeffizient und nachhaltig sind. Das Ergebnis ist ein Energiefahrplan, mit dessen Hilfe die Stadt ihr Ziel einer klimafreundlicheren Energieversorgung erreichen kann.

Um der steigenden Nachfrage nach Energieplanungsleistungen in den USA nachkommen zu können, wurde Rambolls Büro in Boston ausgebaut. Externen Experten zufolge könnte sich das als ausgesprochen kluger Schritt erweisen: „Der Marktanteil von Fernwärme in Amerika beträgt nur wenige Prozent – das Marktpotenzial ist also riesig”, unterstreicht Sven Werner, Professor für Energietechnologie an der Halmstad-Universität in Schweden und einer der weltweit führenden Experten für Fernwärme.

Neben Cambridge wirkt Ramboll auch an Fernwärmeprojekten in den Ballungsräumen St. Paul in Minnesota, Bridgeport in Connecticut und Guelph in Ontario, Kanada, mit. Darüber hinaus laufen Projekte von Ramboll auch am MIT, am Dartmouth College in New Hampshire, an der Wesleyan University in Connecticut und am Sheridan College in Kanada.

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